Durch eine Verzinkung wird eine Schicht Zink auf Stahl aufgebracht um ihn vor Korrosion zu schützen. Es gibt sehr unterschiedliche Verfahren, auf das von uns Eingesetzte wollen wir hier kurz eingehen und Ihnen das Verzinken an sich näher bringen.

Feuerverzinkung

Hier werden Bauteile in ca. 450°C heißen flüssigen Zink eingetaucht, hierdurch werden Poren und Unebenheiten aufgefüllt. Es entsteht eine silbern schimmernde Oberfläche die ungleichmäßig mit Zinkblumen überzogen ist. Diese sehr widerstandsfähige Legierungsschicht schützt optimal vor Korrosion. Grundsätzlich ist zu beachten, dass verzinkte Materialien ihre Farbgebung im laufe der Zeit verändern. Vorerst schimmern sie hellglänzend, danach werden sie metallisch bis hin zu dunkelgrau. Das ist eine Folge von Korrosion des Zinks, dass an der Luft eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkoxid und Zinkcarbonat bildet. Es kann vorübergehend zu Weißrostbildung kommen. Eine Verzinkung bietet jahrzentelangen Korrosionsschutz. Durch eine Pulverbeschichtung kann der Korrosionsschutz noch weiter verbessert werden.

Ablauf der Feuerverzinkung:
Schwarzverwiegung
Grobe Oberflächenbehandlung, Rost und Verunreinigungen werden entfernt
Durch Entfetten und Spülen werden Rückstände von viskosen Materialien beseitigt, hier werden Wasser und Salzbäder verwendet.
Beim Beizvorgang werden die letzten arteigenen Verunreinigungen entfernt (z.B. fest sitzender Rost, Zunder etc.). Zum Beizen wird in der Regel verdünnte Salzsäure verwendet.
In Wasserbädern wird nun gespült und so eine Verschleppung der Salzsäure verhindert.
Durch das so genannte Fluxen wird mittels Flussmittels eine letzte intensive Reinigung durchgeführt.
Danach wird das Material in eine Trockenstation gefahren und der Flussmittelfilm des Fluxens angetrocknet. Anhanftende Feuchtigkeit muss hier verdunsten, damit während des Verzinkungsvorgangs kein Wasserdampf entsteht.
Bei dem nun anstehenden Verzinkungsvorgangs wird bei ca. 450°C getaucht, bis das komplette Werkstück die Temperatur des Zinkbades erreicht hat. Nach DIN EN ISO liegt der Zinkgehalt bei min. 98,5 %
Durch das Herausziehen der Stahlteile aus dem Zinkbad entstehen Nasen und Grat, der nun entfernt wird. Die Zinküberzüge haben in der Regel eine Dicke von 50 - 150 µm.
Weißverwiegung